Folge 26: Generation Debts: Warum Schulden ein Jugendthema sind – mit Frank Schäffler

Shownotes

Staatsschulden galten lange als Thema für Finanzpolitiker und Ökonomen. Doch bezahlen müssen die heute eingegangenen Verpflichtungen vor allem diejenigen, die jung sind oder noch gar nicht geboren wurden.

In dieser Folge von „Frei heraus“ spricht Steffen Dähne mit Frank Schäffler, Ex-Bundestagsabgeordnetem, bekannt geworden als „Euro-Rebell“, und Gründer des Thinktanks Prometheus, über sein neues Buch „Generation Debts – Die Generation, die alles bezahlen muss“. Schäffler gehörte von 2005 bis 2013 und erneut von 2017 bis 2025 dem Deutschen Bundestag an.

Im Mittelpunkt steht die Frage, welche finanziellen Lasten die Boomer der jungen Generation hinterlassen. Es geht um die sichtbaren und impliziten Staatsschulden, die demografische Schieflage der gesetzlichen Rentenversicherung und die Frage, warum Generationengerechtigkeit bei Schulden und Rente bislang kaum zu einem Jugendthema geworden ist.

Schäffler plädiert für einen grundlegenden Umbau der Altersvorsorge: mehr Kapitaldeckung, Aktien und ETFs und insbesondere ein Opt-out-Modell, das Arbeitnehmern ermöglichen soll, ihre Rentenbeiträge selbst kapitalgedeckt anzulegen. Im Gespräch geht es auch um das schwedische Rentenmodell, die Wirkung des Zinseszinseffekts und die Frage, ob gerade Menschen mit kleinen Einkommen durch das heutige System am Aufbau eigenen Vermögens gehindert werden.

Außerdem diskutieren Dähne und Schäffler über die Schuldenbremse, den häufig vorgebrachten Zusammenhang von Schulden und Investitionen sowie die Schweiz und Argentinien als Gegenbeispiele unterschiedlicher Finanz- und Wirtschaftspolitik. Und schließlich geht es um die politische Verantwortung der Boomer: Warum wurden seit Jahrzehnten bekannte demografische Probleme nicht früher angegangen – und was kann die junge Generation heute selbst tun?

„Früher hafteten Eltern für ihre Kinder. Heute haften die Kinder für ihre Eltern.“

Eine Folge über Schulden, Rente, Eigenverantwortung – und die finanziellen Spielräume der nächsten Generation.

Link zum Buch von Frank Schäffler: [https://www.langenmueller.de/products/generation-debts]

Transkript anzeigen

00:00:01: Warum soll der Mindestlohnempfänger ein System retten, was nicht zu retten ist?

00:00:06: Was ihm gleichzeitig sämtliche Spielräume wegnimmt.

00:00:10: Wohlstand ist nicht Gott gegeben.

00:00:13: Deshalb plädiere ich ja dafür dass es eine

00:00:15: Opt-Out-Regelung geben darf!

00:00:30: Mein Name ist Steffen Dehne, ich bin Geschäftsführer von R-Ir.

00:00:33: Der Denkfabrik für neue bürgerliche Politik.

00:00:37: Schulden waren lange ein Thema für Finanzpolitiker, Ökonomen und vielleicht auch ein kleines bisschen für ältere oder mittelalte Herren.

00:00:45: Dabei sind sie heute eigentlich das Jugendthema schlechthin.

00:00:48: Denn die Schulden, die wir heute machen – und die Versprechen, die bei Rente, Pflege, Sozialstadt geben – müssen vor allem diejenigen finanzieren, die heute jung sind.

00:00:57: Mein heutiger Gast ist Frank Schäffler Und er nennt diese Generation aus diesem Grund Generation Dead.

00:01:05: Das ist auch der Titel seines neuen Buches, über das wir heute sprechen möchten.

00:01:09: Was hinterlassen die Boomer den Jüngeren?

00:01:11: Wie groß ist die Rechnung wirklich und warum wehrt sich die junge Generation eigentlich nicht viel stärker dagegen?

00:01:16: Herzlich willkommen Frank!

00:01:17: Schön dass du hier bei unserem Podcast bist um über dein neues Buch zu sprechen.

00:01:21: Hallo

00:01:21: Stefan vielen Dank für die Einladung.

00:01:23: So Frank, ich habe gerade schon versucht das ein bisschen anzudeuten.

00:01:26: Bisher waren Staatsschulden ja eigentlich ein Thema für so ältere oder mittelalte Herren.

00:01:31: Ich gucke uns beide vielleicht auch mal ein bisschen ab.

00:01:33: Jetzt sagst du es muss eigentlich das Thema für die jungen Generation sein?

00:01:36: Ja natürlich denn die Staatsverschuldung also die ausgewiesene Staatsverscheidung jetzt im Rahmen der aktuellen Regierungspolitik Aber auch die implizierte Staatsverschulung.

00:01:49: Also das, was wir an Lasten vor uns her tragen durch das gesetzliche Renten-Versicherungssystem, dass ja auf Umlage basiert.

00:01:58: also einer zahlt ein, einer nimmt es raus.

00:02:00: Da wird nichts gespart oder Kapitalbildung betrieben.

00:02:06: Das fliegt uns in einer alternen Gesellschaft um die Ohren.

00:02:09: Das ist nicht finanzierbar und je eher man dagegen steuert, umso besser ist es!

00:02:14: Hast du das Gefühl, dass junge Leute das auf dem Sturm haben?

00:02:19: Hast du im Rahmen deiner Buchvorstellung vielleicht schon mal ein paar Gespräche mit jungen Leuten dazu geführt?

00:02:22: was sind deine Eindrücke dazu.

00:02:24: Ich glaube schon, dass sich junge Menschen mit Aktien, mit Bitcoin, mit alternativen Anlageformen beschäftigen.

00:02:32: Das sieht man auch.

00:02:35: Wir reden ja von der Generation Trade Republic also die Geld sparen mit ihrem Handy, mit ihrem Smartphone und deshalb glaube ich gibt es ja schon einen Wandel.

00:02:49: Also junge Menschen sind viel Aktienaffiner als das in meiner Generation der Fall war auch weil's heute viel eilbar ist.

00:02:55: man kann heute quasi mit fast keinen Depot gebühren kein Transaktionsgebühren Aktien ETFs kaufen Und dass machen viele junge Leute und das ist auch wie ich finde der völlig richtige Schritt.

00:03:10: Nur viele haben halt nicht die Möglichkeit zu sparen, weil ihnen der Staat alles wegnimmt.

00:03:14: Das ist das Problem und da ist ... Die gesetzliche Rente eins der Hauptprobleme?

00:03:20: Ja, das sind wir gleich mittendrin.

00:03:22: In deinem Buch widmest du einen großen Teil der gesetzlichen Rentenversicherung.

00:03:27: Darüber wird ja auch aktuell diskutiert.

00:03:29: Auch die Bundesregierung hat Vorschläge für eine Veränderung.

00:03:33: Wie groß ist das Ausmaß des Problems eigentlich bei der gesätzlichen Rente?

00:03:36: Ja, das Problem ist riesengroß.

00:03:39: Wir hatten in den sechzehlen Jahren haben sechs erwerbstätige Einrentener finanziert und wir laufen jetzt auf eine Situation zwei zu eins hinaus mittelbar und dann ist sowas nicht mehr finanzierbar.

00:03:55: Und deshalb ist ja auch richtig dass die Bundesregierung sich in der Rahmen der Rentekommission damit beschäftigt hat.

00:04:03: Sie hat sogar, würde ich sagen, Teile meiner Vorschläge umgesetzt.

00:04:08: Nämlich das schwedische Modell.

00:04:09: die Schweden haben vor über zwanzig Jahren ihren Rentenversicherungssystem umgestellt, haben den Beitrag um zwei Prozent reduziert und diesen Beitrag in Aktienforces angelegt der individuellen Wahl oder wer das nicht gemacht hatte eben in einem Standortvor Durchschnittlich über pro Jahr, über zehn Prozent an Rendite herwirtschaftet.

00:04:36: Und da ist natürlich unschlagbar gegenüber einem System was von der Hand in Mund lebt.

00:04:41: und ja das schlägt die Bundesregierung auch vor macht nur zwei Fehler.

00:04:47: Das eine ist dass sie Alle da reinzwingt, also auch die selbstständigen beispielsweise und gleichzeitig nicht den Beitrag reduziert sondern einen Beitrag erhöht.

00:04:56: Und das erhöht natürlich die Lohnnebenkosten, die ohnehin sehr hoch sind in Deutschland und unsere Wettbewerbsfähigkeit im Mitteleinschaft ziehen.

00:05:05: zusätzlich aber der Grundgedanke zu sagen wir brauchen Kapitaldeckung das teile ich.

00:05:11: Das ist insofern Ganz wichtig.

00:05:14: Und dass der Gamechanger, also die Schweden geben heute relativ zum BIP wesentlich weniger Geld aus als wir das tun.

00:05:24: Wir geben ungefähr zehn Prozent aus – die Franzosen zwölf, dreizehn Prozent und so weiter.

00:05:31: Also das System der gesetzlichen Rentenversierung ist ja eben ein ganz Europa-Malat.

00:05:38: Die Schweden haben das frühzeitig erkannt, dass Aktien wichtig

00:05:42: sind.".

00:05:44: Da hast du in deinem Buch auch wirklich sehr eindrucksvolle Beispiele.

00:05:47: Wo du beschreibst, wenn du als zwanzigjähriger oder als junger Mann hast du angefangen zu sparen und den Aktien zu investieren?

00:05:53: Und wenn das alle machen würden ... Wie stark der Zins-Zins-Effekt eigentlich sich beim Thema Oltersvorsorge aushört.

00:06:00: Ja ich habe mit sechzehn einer Ausbildung gemacht zum Industriekaufmann und da hab' ich Vermögenswerksame Leistungen abgeschlossen und da habe ich den Frankfurter Effekten vorgekauft.

00:06:09: damals Ich habe den natürlich jetzt nicht bis heute weitergeführt, aber ich hab dann mal gerechnet was wäre passiert wenn ich den weiter bezahlt hätte mit den staatlichen Förderungen und mit den Kosten usw.

00:06:24: Und dann bin ich auf... und wenn ich ihn bis fünfundsechzig bin jetzt siebenfünfzig weiter geführt hätte abgezins alles richtig berechnet glaube ich Dann hätt' ich im Meinem fünftes sechzigsten Lebensjahr rund zweihundertsechzigtausend oder zweihundertsechtigtausende Euro gehabt und würde ich das dann verrenten, dann würde ich DAS kriegen.

00:06:49: Allein über diesen VLV was heute die durchschnittliche gesetzliche Rente ist.

00:06:54: Das ist doch Wahnsinn, oder?

00:06:55: Also mit einem Minibetrag von...das waren dann mit Förderung Durchschnittlich vierzig Euro habe ich dann so viel Rente aufgebaut wie jemand, der sein Leben lang in eine gesetzliche Rente eingezahlt hat.

00:07:10: Und darin zieht man eben wo eigentlich der Hebel liegt nicht indem man immer mehr in dieses System zwingt sondern im Gegenteil indem man versucht diese System zu überwinden was natürlich nicht so einfach ist weil das natürlich ja wir können die jetzt nicht alle ablösen und so das funktioniert natürlich nicht.

00:07:28: deshalb gehen nur schleichende Übergänge Aber darüber muss man nachdenken.

00:07:34: Also diese Kapitaldeckung oder der Zins-Zinseffekt bei einem Kapitalmärkten ist unglaublich, unglaublich mächtig.

00:07:41: Jetzt wollen wir noch mal einen Schritt zurückgehen und vielleicht kannst du es nochmal erklären warum die Schieflage im Rentensystem ein Problem mit Schulden auslöst?

00:07:50: Wo ist der Zusammenhang zur Verschuldung?

00:07:51: Ja, wir haben ja inzwischen ... Der Gesetzgeber versuchte ein gewisses Rentenniveau, ein fiktives zu halten und dieses Rentenniveau, weil das nicht über die Einnahmen funktioniert.

00:08:10: Und wenn man die Beiträge nicht unendlich erhöhen kann wird das über einen Zuschuss aus dem Bundeshaushalt gemacht von inzwischen über hundert zwanzig Milliarden Euro.

00:08:20: Und ja es ist ein, würde ich sagen, fünftel des Bundesha Haushalts mit wachsender Tendenz Weil das wächst und der Bund eben Schulden macht.

00:08:35: jetzt im nächsten Jahr zweihundert Milliarden Euro.

00:08:41: Und die Schuldenbremse ausgesetzt ist, dennoch das Geld nicht reicht für das Heil zu einem wachsenden Schuldenberg.

00:08:51: Wir werden auch relativ zu unserem Produktsprodukt wieder Richtung siebzig-achtzig Prozent gehen.

00:09:01: Was die Verschuldung betrifft, wir kommen von knapp über sechzig und da hängt ganz viel dran.

00:09:08: Da hängt auch die Stabilität des Euros dran weil letztendlich hängen alle in Europa an unserem AAA, an unserer Bestbewertungen Und wenn die infrage gestellt wird dann steigen die Zinsen in Italien oder in Frankreich usw.

00:09:27: Ja, dann ist die nächste Intervention der EZB vorprogrammiert.

00:09:31: Da kauft sie wieder online um den Zins zu drücken und dann haben wir wieder so eine Situation wo der Sparer in Deutschland kalt enteignet wird.

00:09:37: Wir haben das bei den Lehmversicherungen erlebt, wo über viele Jahre quasi die Sparvermögen kaltenteignet wurden.

00:09:45: Einige Lehm versicherung haben sogar ihre neue geschäft aufgegeben, haben das in Abwicklungsplattformen übergeben.

00:09:53: also dann entstehen so Kollateralschäden, die wir schon hatten.

00:09:58: Aber wahrscheinlich gibt's dann ganz neue?

00:10:02: Das war jetzt die explizite Staatsverschuldung, über die wir gesprochen haben.

00:10:06: Jetzt geistet noch ein Wort ... Ich glaube du hast das am Anfang auch schon verwendet, die implizite Staatsverschulung.

00:10:11: Was hat es damit auf sich?

00:10:12: und gibst du für euch auch einen Zusammenhang zum Rentensystem?

00:10:15: Ja klar!

00:10:16: Wenn die demografische Entwicklung weitergeht Dann werden ja quasi Lasten eingegangen, die heute noch nicht ausgewiesen sind.

00:10:25: Sondern die erst in den nächsten zehn Jahren kommen.

00:10:28: und wenn man die ausrechnet welche Forderungen daraus oder welche Verpflichtung entstehen dann sind wir eben weit weit mehr verschuldet als diese Sechzig-Siebzig Prozent, die wir aktuell haben sondern dann sind es eben dreihundert Prozent.

00:10:47: beispielsweise Nach Schätzungen der Stiftung Marktwirtschaft sind es eben ein paar hundert Prozent und das ist eben das eigentlich schwierige.

00:10:59: Und das nimmt halt Wachstumskräfte, weil wenn der Staat immer fetter wird, wenn er sich immer stärker verschuldet dann führt das mittelbar zu Steuerhöhungen zu mehr Belastung für Bürger und Unternehmen in diesem Land?

00:11:16: Jetzt gibt es natürlich auch viele Ökonomen.

00:11:18: Und auch im Medienliste hört man das immer wieder, ja der Staat wäre nicht das gleiche wie so ein Haushalt oder wie ein Unternehmen, dass das Geld zusammenhalten müsste.

00:11:27: Der Staat könne sich ruhig verschulden ist eigentlich kein Problem.

00:11:30: Manche sagen sogar, das sei regelrecht seine Aufgabe.

00:11:34: Wie siehst du das oder wie ist das zu bewerten?

00:11:35: Ja,

00:11:36: das habe ich in meinem Buch auch beschrieben.

00:11:38: Ich hab zwei Beispiele genommen einmal die Schweiz und einmal Argentinien.

00:11:42: Und ich fühl mal mit letzterem Anfang mit Argentinian.

00:11:45: Argentina war Mitte des neunzehn Jahrhunderts bis zur Weltwirtschaftskrise eines der wohlhabendsten Länder auf dieser Welt Mit Wachstumsrat von acht Prozent.

00:12:00: Die hatten die modernste Kläranlage, die hatten modernste Theater und so weiter.

00:12:06: Und weil sie eben marktwirtschaftlich exportorientiert waren... ...und das war das Traumland der Deutschen!

00:12:15: Da hatte Argentinien, in Hamburg Agenturen wo sie Leute angeworben haben, Anreize gesetzt haben nach Argentina auszuwandern, dass haben auch ganz viele Europäer gemacht.

00:12:29: Und dann kam die Weltwirtschaftskrise, die Zollpolitik der Amerikaner.

00:12:33: Dann ist alles zusammengebrochen und darauf haben die Argentina reagiert mit zu einem nationalen Sozialismus Peronismus.

00:12:45: Peron war Politiker im letzten Jahrhundert in Argentinien.

00:12:51: Der hat Anleihen genommen im Faschismus Italiens und Nationalsozialismus in Deutschland Und hat dann auch mit Zollpolitik, mit Abschottung reagiert und hat dieses Land eigentlich vor die Wand gefahren.

00:13:10: Bis jetzt ein Servier Millet kommen musste der jetzt neuen Schwung reinbringt radikale Reform einleitet.

00:13:19: was ich damit sagen will ist Wohlstand ist nicht Gott gegeben sondern er muss immer arbeitet werden.

00:13:26: da kann auch verspielt werden.

00:13:29: Und das andere Beispiel ist die Schweiz.

00:13:31: Die Schweiz hat eigentlich keine natürlichen Voraussetzungen dafür, dass sie so erfolgreich sind.

00:13:37: Ja?

00:13:37: Die haben hohe Berge, tiefe Täler, keine Rohstoffe, kalte Winter... Also das ist natürlich nicht gegeben.

00:13:45: aber Sie haben natürlich institutionelle Voraussetzungen geschaffen, dass Sie erfolgreicher sein können.

00:13:53: Einmal dass Sie sehr dezentral aufgestellt sind.

00:13:56: also Da ist nicht der Bund wie bei uns die wichtigste Ebene, sondern die Kantone und Gemeinden sind die wichtigsten Ebenen.

00:14:08: Und die Politik ist auch nicht so dominant wie das bei uns der Fall ist, sondern wir haben ein Miliz-Parlament.

00:14:14: also ich komme viermal im Jahr zusammen auf Bundesäbene und dann tagen wir viele Wochen und beschließen alles.

00:14:21: Und wenn sie Unsinn beschließen, dann hat die Bevölkerung die Möglichkeit das zurückzuholen durch plebiscite.

00:14:26: Ja und das führt halt zu einem Checks and Balances dass eben so ein Land gut tut und die Staatsquote eben nicht so hoch ist.

00:14:36: und deshalb haben die auch eine Schuldenquote die unter vierzig Prozent ist Eine viel restriktivere Schuldenbremse als wir die haben.

00:14:46: Und trotzdem fährt die Bahn pünktlich und die Schulen sind in Ordnung, und die Straßen auch.

00:14:53: Deshalb hängt das weniger an Schulden machen ab ob man erfolgreich ist oder im Gegenteil sogar sondern es kommt eher auf die Voraussetzungen, auf die institutionellen Voraussetzungen an zum Beispiel Gebietskörperschaften pleite gehen dürfen.

00:15:13: Ich habe das Beispiel Leuker-Batt genannt, es ist ein kleiner Tourismusort im Kanton Wallis.

00:15:22: Der ist vor vielen Jahren, vor zwanzig Jahren ist er pleite gegangen und dann haben die Gläubiger versucht sich schadlos zu halten beim Kanton und beim Bund Und dann hat das Oberste Gericht irgendwann entschieden, dass es nicht der Fall ist.

00:15:38: Die sind nicht verantwortlich und da musste sich der Gläubiger mit dem Schuldner zusammensetzen und ein Schulden-Schnitt vereinbaren.

00:15:46: Das ist auch gemacht worden.

00:15:47: Achtzig Prozent der Schulden sind dann erlassen worden.

00:15:52: Ich war letzten Sommer auf der Rückreise meines Urlaubs in Lauka Bad weil ich mir das mal anschauen wollte wie ist das da?

00:16:00: Ja, da ist alles noch da.

00:16:02: Also die Gebäude, die Eishalle, all das was zu diesen Verschuldungen geführt hat funktioniert.

00:16:08: Da gibt es jetzt acht oder tausend Übernachtung pro Jahr.

00:16:11: also wirtschaftlich geht's denen gut ja?

00:16:14: Das heißt eine Insolvenz auch ne Staatsinsolvence oder auch ne Insolvent von der Gebietskorpionschaft ist erst mal.

00:16:22: nichts muss nicht schlechtes sein man muss nur anschließen die richtigen Lehren daraus ziehen.

00:16:27: und Das ist gemacht worden, Herr Schweiz.

00:16:29: Da gibt es eben unterschiedliche Zinsen für die Kommunen.

00:16:35: Da gibts eine eigene Rating-Agentur, die die Gebietskörperschaften bewertet und danach eben dann auch die Zinssen danach bestimmt werden.

00:16:46: Und das stellt man sich in Deutschland vor.

00:16:49: Die Stadt Mühlheim an der Ruhr im Ruhrgebiet hatte Kassenkredite in der Größenordnung von über einer Milliarde Euro.

00:16:58: Jetzt hat das Land ein paar übernommen, jetzt haben sie nur noch zweihundertundachtzig Millionen oder so was in dieser Größenordnung.

00:17:08: ja.

00:17:08: aber ob dann daraus die richtigen Lehren gezogen werden?

00:17:12: Das ist halt immer die Frage und ob die jetzt einfach so wieder anfangen wie vorher und die Strukturen so bleiben wie sie sind.

00:17:20: Das wird man dann sehen.

00:17:21: also ich glaube die Schweiz von der Schweiz können wir sehr viel lernen weil sie eben in allen Bereichen ökonomisch, aber auch Bildung im Bildungssektor.

00:17:33: Was die Infrastruktur betrifft erfolgreicher sind als wir?

00:17:37: Bei

00:17:37: uns wird ja das Thema Verschuldung oft diskutiert.

00:17:40: im Zusammenhang mit dem Begriff von Investitionen heißt dann immer Ja Wir müssen investieren in unsere Zukunft und unsere Infrastruktur oder sich in die Bildung.

00:17:47: Du hast es gerade alles genannt.

00:17:49: Das hört sich erst mal plausibel an was ein Gegnis zu solchen Argumenten

00:17:54: ist.

00:17:55: Gegend nicht die Schweiz.

00:17:57: Die investieren ja auch und machen keine Verschuldung, sondern reduzieren ihre Verschulungen.

00:18:02: Und ich finde man muss dann auch ehrlich sein.

00:18:06: Also die Schweiz diskutiert zum Beispiel jetzt darüber im Zuge der außenpolischen Herausforderung wie sie jetzt ihr militär modernisiert und investiert.

00:18:18: in der Schweiz kommt man nicht auf die Idee wie in Deutschland, wir machen jetzt mal unbegrenzt neue Schulden.

00:18:27: Sondern da sagt man, man erhöht Befristete Mehrwertsteuer oder diskutiert darüber ja also dass sie jetzige Generation auch die Lasten dieser Herausforderungen tragen muss.

00:18:40: Wir tun ja in Deutschland so.

00:18:44: Ja wir haben eine Bedrohung auf der einen Seite aber Im anderen Bereich machen wir einfach so weiter wie bisher.

00:18:50: Und das halte ich für unehrlich, also ich meine man muss dann schon auch den Menschen sagen Wir setzen jetzt die Prioritäten auf die Verteidigung und da muss man entweder auf der einen Seite was einsparen oder man muss hier an Einnahmen erhöhen.

00:19:08: vorübergehend ja.

00:19:10: aber in Deutschland ist es so Die Schulden werden gemacht Und auch der Schuldenbremse müssen sie eigentlich getilgt werden.

00:19:18: Aber wenn sie getilbt werden, das legt der Finanzminister irgendwann mal fest.

00:19:23: In der Schweiz ist es so... Es muss schon bei der Aufnahme des Schuldens gesagt werden wie getilkt werden muss.

00:19:30: Da können die Politik nicht einfach sich rausmogeln und sagen, wir entscheiden das mal später über uns.

00:19:36: Nein?

00:19:37: Deshalb ist die Schweizer Schuldenbrämse eine sehr gute Sache und sie funktioniert halt wesentlich besser funktionierte wesentlich besser als unsere, denn die Schweiz hat ihre Verschuldung stark reduziert und wir haben sie eigentlich nur ganz schwach reduziert.

00:19:53: Eigentlich haben wir sie nur deshalb reduziert weil die Zinsen so niedrig waren durch die ECB-Politik.

00:19:59: Ich glaube, ganz viele Leute sagen derzeit für die Verteidigung und unsere Sicherheit.

00:20:04: Für die Bundeswehr ist das schon okay, dass da jetzt die Schuldenbremse ausgesetzt wird?

00:20:08: Mir hat mal jemand gesagt, dass es auch ökonomisch quatsch ist, weil Verteiligungsausgaben so ein bisschen wie eine Versicherungsprämie sind.

00:20:14: Wir versichern uns gegen den Bedrohungsfall!

00:20:17: Und Versicherungsprämien zahlt ja kein Privathaushalt oder kein Unternehmen aus Schulden sondern aus den laufenden Einnahmen.

00:20:24: Das fand ich eigentlich jetzt plausible.

00:20:27: finde ich auch eine gute Argumentation.

00:20:30: Genauso ist es, also ich glaube ja das ärgert mich halt dass wir diesen Narrativ auch durchgehen lassen so dass der Bedarf groß ist und jetzt muss man das machen und so.

00:20:46: aber oh aber wir machen sonst den ganzen morgens so weiter wie bisher und das glaube ich funktioniert.

00:20:53: und das ist glaube ich Teil unserer Schwäche die wir auch ökonomisch am Ende haben.

00:20:58: Dass der Staat immer fetter wird dadurch, dass er sich in immer mehr Dinge einmischt aber es trotzdem nicht gebacken kriegt.

00:21:05: Das merken wir ja.

00:21:06: diese Investitionsmilliarden für die Kommunen, diese Hundert Milliarden, die sie dann auch noch vereinbart haben.

00:21:15: Die sind bis heute nur nicht angekommen und man darf auch nicht unterschätzen welche Mitnahmeeffekte es dann immer gibt.

00:21:23: bei der Deutschen Bahn ist da so Dann kann das gar nicht verbaut werden, weil es die Kapazitäten gar nicht am Markt vorhanden gibt und dann steigen halt die Preise.

00:21:34: Das ist dann in der Marktwirtschaft

00:21:36: so.".

00:21:37: Oder was mich auch immer stört an diesem Investitionsbegriff da wird ja man gesagt ein Unternehmer, der nimmt auch Schulden auf wenn sich eine gute Investition bietet.

00:21:44: aber eine Investition bedeutet ja eigentlich dass damit Cash Schleuder, dass damit Gewinne erzielt werden.

00:21:51: Wo sind denn eigentlich die Gewinne, die sich jetzt durch staatliche Investitionen materialisieren?

00:21:54: Ja.

00:21:54: Wovor verbessert es sich denn dadurch die Einarme-Situation?

00:21:56: Das ist ja... Ich glaube daran mangelt's immer so ein bisschen.

00:21:59: Ja, also deshalb wie gesagt der Verweis auf die Schweiz und auf Antinen ist da glaub ich ganz wichtig Und wir sind natürlich auf einem absteigenden Pfad.

00:22:11: Das merken wir ja überall dass wir mehr oder weniger von der Substanz leben und die Substanz aufbrauchen.

00:22:21: Und selbst die neuen Schulden, die führen ja nicht dazu das wir was Neues schaffen sondern sie führen dazu, dass das Alte wieder funktionsfähig gemacht wird.

00:22:34: Also das ist ein Erhalt der Substanz mit Schulden.

00:22:39: Das ist jetzt nichts, was uns nach vorne bringt und das verkennen glaube ich viele dass wir von der Substans leben.

00:22:50: Ich würde gerne noch mal auf das Thema Rente zu sprechen kommen, weil es ja schon die aktuelle Debatte so ein bisschen dominiert.

00:22:56: Du sagtest gerade, die Bundesregierung hat jetzt eigentlich in der Grundanlage sinnvollen Schritt vorgeschlagen, nämlich das Thema Kapitaldeckung endlich anzugehen.

00:23:05: Also jetzt sehen die Pläne der Bundesregierung vor, dass irgendwie zwei Prozentpunkte mehr oder zweieinhalb mehr vom Bruttogehalt gezahlt werden müssen um diesen Kapitallstock aufzubauen?

00:23:17: Die erste Frage, die ich mir stelle ist, ja, das könnt ihr auch jeder jetzt schon machen!

00:23:20: Die Tatsache, dass es jetzt so wenig Leute machen zeigt vielleicht auch, dass das einfach nicht geht.

00:23:24: Viele Leute können bei kleineren und mittleren Einkommen... Geht das vielleicht einfach nicht so einfach wie sich die Bundesregierung jetzt vorstellt?

00:23:31: So ganz richtig durchdacht scheint dieses Konzept ja irgendwie nicht zu sein oder?

00:23:35: Ja genau!

00:23:35: Das ist der Punkt.

00:23:37: also meine wir haben ja Lohnnebenkosten jetzt Arbeitgeber-Arbeitnehmeranteil von über vierzig Prozent

00:23:47: inzwischen

00:23:49: Und wenn man da oben was drauf packt, wird es natürlich noch schlimmer.

00:23:55: Deshalb plädiere ich ja dafür dass es eine Opt-Out Regelung geben darf also das jeder so wie der Selbstständiger heute auch darf Der kann ja in die Rentenversicherung freiwillig einzahlen muss aber nicht.

00:24:07: Also kannst du dich quasi befreien lassen.

00:24:11: So soll das auch jede Arbeitnehmer dürfen.

00:24:14: und das ist tatsächlich ein Game Changer.

00:24:17: denn Das habe ich auch ausgerechnet, wenn ein Mindestlohnempfänger ja der heute fünfzehn Euro kriegt er noch nicht aber bald fünfzehnt Euro verdient.

00:24:27: Wenn der das als junger Mann oder junge Frau ein Leben lang diese Beträge die er sonst in die Rentenversicherung einzahlen würde er uns einen Arbeitgeber in einen Aktien vor F oder sowas anlegen würde dann hätte er nach forty fünf Jahren Ein Kapital Und dann gibt es einen Annahmen, preisbereinigt ja alles berücksichtigt.

00:24:50: Von eins Komma fünf Millionen Euro.

00:24:52: und wenn er das verrenten lassen würde für die durch eine Rentenzugzeit ist zwanzig Komma Fünf Jahre Dann hätte er eine monatliche Rente preis bereinigt von acht Tausend Euron Ja von Achttausend Euro.

00:25:05: und Wenn der Event dieser Mindestlohn Empfänger aber weiterhin die gesetzige Rente einzahlt dann kriegt da Sozialhilfe im Alter.

00:25:14: Es steht heute schon fest.

00:25:17: Und da sagen mir viele, naja tolle Idee!

00:25:20: Aber was machen wir dann mit dem Rentensystem?

00:25:24: Ich argumentiere aus Sicht des Mindestlohnempfängers.

00:25:29: Warum soll der Mindestlohnempfänger ein System retten, das nicht zu retten ist und ihm gleichzeitig sämtliche Spielräume wegnimmt dass ihm Beitragserhöhungen aufoctriert oder octriert, mit dem Ziel am Ende Sozialhilfe zu bekommen.

00:25:49: Mit welchem Recht macht der Staat das?

00:25:53: Und das werden vielleicht nicht alle tun aber die Pfiffigen werden vielleicht tun ja.

00:26:00: Die werden sagen ich will raus.

00:26:02: da kann man natürlich auch Restriktion machen können.

00:26:04: wir sagen hier ein Strauß an ETFs bieten musst du wählen, du musst das weglegen.

00:26:10: Du musst also auch nachweisen, dass du das weggelegt hast und so.

00:26:13: Ja?

00:26:13: Du kommst da dann nicht ran.

00:26:15: Das kann man alles regeln!

00:26:17: Aber ... Dass er verpflichtet wird in ein System einzuzahlen, wo er hinterher Sozialhilfe bekommt, das halte ich für einen gesellschaftlichen

00:26:24: Skandal.".

00:26:25: Naja... Ich hab neulich meinen Zettel von der deutschen Rentenversicherung bekommen und hab das gelesen und dachte, das ist eigentlich ein Altersarmutsbericht, den ich jedes Jahr zugeschickt bekomme.

00:26:35: Das ist echt eine Sauerei.

00:26:36: Da ist nichts garantiert, da steht auch in so einem Satz politische Änderungen können die Höhe noch beeinflussen und so.

00:26:45: Deshalb ist die Rentenversicherung keine Versicherung sondern das ist eigentlich ein Rentenbetrug.

00:26:51: also sie verspricht etwas wo du gar keine Garantie hast dass du das bekommst.

00:26:56: Du kennst nicht den Betrag, du weißt nicht wie lange du bezahlen musst In welcher Höhe du bezahlen musst.

00:27:02: Du weißt eigentlich nichts außer diese Informationen, die du kriegst.

00:27:07: Und deshalb ist das Gesetz hier Rennensystem ... Ich weiß gar nicht warum da so eine hohe Akzeptanz lange hatte.

00:27:15: Das ist auch keine Versicherung in einer Versicherung.

00:27:18: Da weißt du was du am Ende rauskriegst?

00:27:21: Da hast du einen Garantiewert.

00:27:22: Du zahlst einen Beitrag, keinen Garantiewert und dann kriegste dieser Rente ausgezahlt.

00:27:30: Bei der gesetzlichen Rentenversicherung gilt das alles nichts.

00:27:33: Gibt es keinen Garantiewert?

00:27:34: Gibt's kein Beitrag, den du bezahlen musst, der dir garantiert ist?

00:27:41: Es gibt eigentlich nichts!

00:27:43: Ich würde gerne zum Ende des Gesprächs nochmal auf das Thema Schulden und wie sie uns die Handlungsspielräume wegnehmen zu sprechen kommen.

00:27:50: Ich habe euch irgendwo gelesen dass in wenigen Jahren schon allein die Zinsen für die Staatsschulden ein Drittel der Steuereinnahmen auf Bundesebene auffressen.

00:27:59: Das ist ja schon schockierend.

00:28:00: Das Geld steht dann nicht zur Verfügung für alle möglichen sinnvollen Sachen, für Bildung, für Forschung und für Infrastruktur, echte Infrastrukturinvestitionen die wir brauchen also für alles wovon unsere Zukunft abhängt.

00:28:12: das ist ja auch schon irgendwie schockiert.

00:28:14: Ja, Herr Christian Lidner ist hier als Finanzmester mit Zinsausgaben von drei Komma neun Milliarden Euro an den Start gegangen Und Glas Klingbeil prognostiziert ja jetzt Zinsausgaben in wenigen Jahren von siebzig-achtzig Milliarden Euro.

00:28:32: Ja, siebzi- achti-miljahr!

00:28:34: Von drei Komma neun auf siebzig-achtsich Milliarden Euro.

00:28:38: und da ist natürlich völlig klar das ist das wo an anderer Stelle nichts gemacht werden kann oder dass das Schulden finanziert werden muss oder so.

00:28:47: Das ist ja genau der Punkt so und daran sieht man Ja, eine Last für die künftigen Generationen sind und das nicht weniger werden sondern mehr.

00:29:03: Du steigst ein in deinem Buch mit dem Zitat, früher hieß es Elternhaften für ihre Kinder.

00:29:09: Das stand gerne an Baustellen dran geschrieben und du sagst ne heute ist es eigentlich andersrum?

00:29:13: Eigentlich haften heute die Kinder für ihre Eltern.

00:29:17: Genau!

00:29:17: Die müssen im Prinzip das bezahlen Was die Boomer-Generation, ich schreibe ja aus Sicht eines Boomers.

00:29:25: Obwohl ich noch gar kein richtiger Boomer bin aber meine Kinder mich sicherlich so bezeichnen würden weil ich ein paar Verhaltensweisen habe die einem Boomer nahekommen.

00:29:34: also ich schreib in Sicht aus Sicht des Boomers weil ich glaube dass wir ganz viel in diesem Bereich falsch gemacht haben.

00:29:43: als ich jung liberaler war da war schon völlig klar dass Norbert Blüm unrecht hat.

00:29:52: Der hatte damals gesagt, die Rente ist sicher und hat das alles plakatiert usw.

00:29:56: Das war für uns völlig klar!

00:29:57: Wir haben auch als Julis damals dagegen demonstriert... ...und trotzdem hat man diese dreißig Jahre einfach laufen lassen.

00:30:07: Und hat nichts gemacht oder, was am Ende sogar, hat nicht gemacht.

00:30:11: Ja?

00:30:12: Und das finde ich erschreckend und das müssen wir uns glaube ich vorwerfen lassen als Boomer dass wir das verfrühstückt haben.

00:30:23: Immer mehr Staat, immer mehr Sozialausgaben und da braucht es jetzt... eine vernünftige Wende.

00:30:31: Das ist entscheidend!

00:30:32: Ich glaube, dass es auch vielen Leuten gar nicht so richtig klar war, was das eigentlich bedeutet.

00:30:35: BASR-Einundzwanzig versuchen ja, Politik zu begünstigen oder uns Gedanken darüber zu machen die sich an bürgerlichen Werten orientiert.

00:30:46: und zu den bürgernischen Werten gehört sicher auch, dass man selber Verantwortung für die eigenen Entscheidungen übernimmt und dass man nicht vom Geld anderer Leute lebt.

00:30:55: Deswegen muss man sich klarmachen, dass diese Verschuldungspolitik heute genau das ist.

00:30:59: Das machst du in deinem Buch sehr deutlich klar!

00:31:01: Wir leben quasi vom Geld anderer Leute nämlich der Leute die heute jung sind oder die erst noch geboren werden?

00:31:07: Ja deshalb sind ja so Singtanks wie BRN-Zwanzig aber ich habe selbst auch eingegründet mit Prometheus.

00:31:13: Die sind also wichtig weil sie die geistige Vorarbeit leisten für solche Entwicklungen und Daran mangelt es eigentlich in Deutschland.

00:31:24: Wir haben eine Kultur, also die Linken haben das über viele Jahrzehnte perfektioniert Und die bürgerlichen, so will ich es mal sagen.

00:31:34: Die liberalen Kräfte sind alles Induralisten, die glauben das kommt von alleine und es kommt eben nicht von alleine.

00:31:42: Das sieht man in Argentinien oder auch in der Schweiz.

00:31:46: Das hat man auch in England mit Maggie Thatcher gesehen – in Amerika mit Ronald Reagan.

00:31:51: Solche Entwicklungen entstehen nicht einfach so!

00:31:54: Die fallen nicht vom Himmel sondern müssen vorbereitet werden Und das müssen die liberalen, die bürgerlichen Kräfte in diesem Land jetzt mühsam lernen und je eher wir damit beginnen umso erfolgreicher kann es am Ende sein.

00:32:15: Deshalb ist aus meiner Sicht Total wichtig, dass diese Institutionen gefördert werden und auch erhalten bleiben.

00:32:24: Und sich munter entwickeln.

00:32:26: Dass es da einen Strauß gibt an Institution und nicht nur eine oder zwei, dass es vielleicht fünfzig in Deutschland gibt, die sich um diese Fragen kümmern.

00:32:35: Das ist eigentlich das was passieren muss.

00:32:39: Ansonsten kann man sich über die Politik immer leicht beklagen.

00:32:42: Aber die Politik ist auch immer ein Spiegelbild der aktuellen Situation und wir müssen dafür sorgen, dass die Situation morgen und übermorgen eben sich in unsere Richtung entwickelt.

00:32:56: Jetzt hatte ich mir als letzte Frage für dich zurechtgelegt.

00:32:59: Ich wollte fragen was empfiesst du denn den jungen Leuten von heute?

00:33:02: Was sollen sie machen um sich zu wehren?

00:33:05: Natürlich Prometheus und R-Undzwanzig unterstützen, sich selber aggressieren.

00:33:09: Aber hast du noch andere Tipps?

00:33:10: Ja also ganz persönlich sollten Sie versuchen, sich von dieser Schuldenentwicklung so gut es geht zu lösen indem sie selbst sparen, früh damit beginnen, regelmäßig sparen und dieses Sparen eben in Aktien machen.

00:33:30: das ist total wichtig an Aktien oder auch.

00:33:33: Ich habe auch ein ganzes Kapitel über Bitcoin geschrieben, das haben wir jetzt gar nicht zugekommen.

00:33:38: Aber in solcher Anlageformen langfristig regelmäßig mit gleichen Beträgen zu investieren – das ist aus meiner Sicht notwendig!

00:33:49: Wer das macht, dem kann diese Entwicklung nicht völlig egal sein aber der kann zumindest beruhigt schlafen und hat kann seinen Lebensabend auch gesichert antreten.

00:34:01: Über Bitcoin sprechen wir vielleicht beim nächsten Mal noch mal.

00:34:04: Aber Frank, vielen Dank, dass du hier warst.

00:34:05: Es war ein sehr interessantes Gespräch.

00:34:07: Vielen Dank!

00:34:09: Und das, liebe Hörerinnen und Hörern, war die sechsenzwanzigste Folge von frei heraus dem Podcast der Denkfabrik für neue bürgerliche Politik.

00:34:17: Wenn Ihnen unser Gespräch gefallen hat, abonnieren Sie frei heraus auf der Plattform Ihres Vertrauens Und wenn Sie unsere Arbeit fördern möchten, helfen sie uns auch finanziell.

00:34:24: Wir haben gerade gehört wie wichtig das ist!

00:34:26: Denn R-Einundzwanzig ist als unabhängige Denkfabrik auf private Spenden angewiesen.

00:34:30: Auf unserer Homepage können Sie Fördermitglied werden oder direkt spenden Denn wir haben noch viel vor.

00:34:35: Mein Name ist Stefan Dehne.

00:34:36: Vielen Dank für Ihr Interesse und bis zum nächsten Mal.

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